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Ansätze zur HIV-Prävention
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Methodenliste

INHALT:
Grabbelsack


Der Grabbelsack ist ein beliebtes Spiel bei Präventionsveranstaltungen in Schulen, kann abgewandelt auch bei Aktionen am Stand und Auffrischungsveranstaltungen mit älteren Zielgruppen angewandt werden. Jeder Teilnehmer greift in den undurchsichtigen Grabbelsack und nimmt einen Gegenstand heraus, den er nach Möglichkeit in seiner Funktion beschreibt und anschließend zuordnet. Für die Zuordnung sind folgende Einteilungen üblich:

Bei der Durchführung am Stand bietet es sich an, die richtige Beschreibung und Zuordnung mit einem give-away zu honorieren.

Kurzgefasst:
Romy Eißner

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Ampelspiel

Inhalt des Ampelspiels ist es, die Übertragung von HIV bei verschiedenen Alltags- und Intimsituationen zu besprechen. Dazu werden an die Mitspieler Kärtchen ausgegeben, die eine bestimmte Situation darstellen, bspw. Begrüßung, Küssen, vaginaler Geschlechtsverkehr, schwimmen/ Sauna, Oralverkehr, analer Geschlechtsverkehr, … Der Spieler beschreibt die Situation und ordnet sie dann dem Übertragungsrisiko entsprechend einer dreifarbigen Skala zu. Wie bei einer Verkehrsampel ist die Skala
Rot: sehr hohes Übertragungsrisiko, STOP!
Gelb: mittleres Übertragungsrisiko, VORISCHT!
Grün: geringes/ kein Übertragungsrisiko, FREIE FAHRT!

Bei der Kärtchenverteilung sind einige Varianten möglich:

Wird das Ampelspiel am Stand durchgeführt, bietet sich ein rahmengemäßes give-away als Teilnahmemotivation an.

Kurzgefasst: Romy Eißner

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Kondomführerschein

Der Kondomführerschein bescheinigt umfangreiches Wissen zu HIV/AIDS sowie den richtigen Gebrauch von Kondomen. Um einen Kondomführerschein zu bekommen, sind verschiedene multiple-choice Fragen zu verschiedenen Aspekten zu HIV/AIDS auf einem Fragebogen zu beantworten, bspw.:

Wie kann man HIV übertragen?

  1. durch Küssen

  2. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr

  3. durch gemeinsames Benutzen von Geschirr

  4. durch das gemeinsame Nutzen von Spritzen (junkies)

  5. durch Händchenhalten

Anschließend wird der Fragebogen gemeinsam ausgewertet und falsch beantwortete Fragen erklärt. Im zweiten Teil der Kondomführerscheinprüfung ist der sichere Gebrauch eines Kondoms am Holzmodell zu prüfen. Dabei wird noch einmal explizit hingewiesen auf:
Nach erfolgreicher Absolvierung der beiden Teile, wird der Kondomführerschein in Form einer Urkunde mit Namen überreicht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Hemmschwelle, einen Kondomführerschein zu machen, sinkt, wenn zusätzlich interessante give-aways verteilt werden.
Kurzgefasst: Romy Eißner

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Entwurf zur Postkarte Entwurf zur Postkarte
Postkarte

Eine weitere Idee war die Gestaltung einer Postkarte, um in der Öffentlichkeit auf uns aufmerksam zu machen und vielleicht auch neue Mitglieder zu gewinnen.
Die Ergebnisse unserer kreativen Ergüsse seht ihr hier rechts und links. Die Botschaft ist kurz und einfach:

Gesicht zeigen.

Jung. Aktiv. Gegen Aids.



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Tabuspiel

Dieses lustige altbewährte Gesellschaftsspiel lässt sich natürlich auch schön mit dem Thema HIV/AIDS vereinbaren. Dabei werden bestimmte Begriffe, wie z.B. Kondom erklärt, ohne dabei die Worte Gummi, Pariser, Sex, Schutz, Sperma zu benutzen. Diese Beschreibung erfolgt natürlich innerhalb einer begrenzten Zeit. Dieses Spiel bedarf einiger Vorbereitungen, da die benötigten Karten und die dazugehörigen Begriffe von euch selbst gestaltet werden müssen.


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Evaluationsbogen

Der vorliegende Evaluationsbogen dient der Auswertung durch welche Quellen die Jugendlichen ihr Wissen zu diesem brisanten Thema erworben haben. Dabei ist es möglich, den Bogen in einem großen Format auszudrucken, so dass sich die Teenager nur noch per Kreuz eintragen müssen und anonym bleiben können. Als Anregung hier das Schema eines von uns gestalteten Bogens:

Woher/Von wem habe ich mein Wissen über HIV/AIDS: An wen würde ich mich wenden, wenn ich Fragen hätte:
Lehrer
Eltern
Freunde
Fernsehen
Zeitschriften
AIDS-Hilfe


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Vorschläge für die Durchführung von Infoaktionen

Madita Lambrecht, Aids-Hilfe Münster


Recht einfach durchzuführende Aktionen sind Infostände in der Innenstadt, Mensen oder anderen geeigneten Örtlichkeiten, bei denen durch Vergabe von Broschüren und durch kurze Gespräche über Aids informiert wird. Benötigt werden drei bis sechs Personen, die Dauer kann der persönlichen Zeit und Lust angepasst werden (wobei „lange Samstage“ natürlich gut geeignet sind).


Materialien

Es werden ein Tisch (am praktischsten für den Transport sind Tapeziertische), Stellwände (als Blickfänger, für Plakate), Informationsbroschüren (die Auswahl hängt vom jeweiligen Thema des Standes ab), und natürlich Kondome benötigt, außerdem noch ein Transportmittel (Auto)
+ Verkleidung
+ Fragebögen und Aufbewahrungsbox


Aufhänger/ Methoden

Um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und als Kontaktmöglichkeit zum Laufpublikum bietet es sich an, dem Stand ein bestimmtes Thema zu geben, im Sommer zum Beispiel „Urlaubsliebe“. Dafür können sich die Helfer dann verkleiden, um Neugier zu wecken. Bei diesem Beispiel geht das mit ganz einfachen Mitteln, nämlich typischer Urlaubskleidung, die jeder im Kleiderschrank oder der Mottenkiste hat, und Hawaiiketten. Zu dem jeweiligen Thema kann man kurze Umfragen erstellen, die für die Beantwortung 2-3, auf jeden Fall aber nicht mehr als 5 Minuten in Anspruch nehmen sollten. Mögliche Fragen zur „Urlaubsliebe“ wären zum Beispiel nach der persönlichen Meinung des Befragten zu One-Night-Stands im Alltag und im Urlaub und nach der Wichtigkeit von Verhütung, insbesondere mit Kondomen. Mittels dieser Umfragen kommt man gut mit dem Laufpublikum ins Gespräch, besonders wenn es etwas (Kondome) zu gewinnen gibt. Außerdem kann man die Umfrage-Ergebnisse im Nachhinein an die Lokal-Presse schicken, was für größere Medienpräsenz sorgt.


Zielgruppe

Zur Zielgruppe gehören eigentlich das gesamte Laufpublikum, allerdings kann themenabhängig ein gezieltes Ansprechen von bestimmten Altersgruppen Sinn machen.


Mögliche Themen + passende Verkleidung (Beispiele)



Wo bekomme ich günstig aufwendigere Kostüme?

Bei vielen Themen lässt sich aus der Mottenkiste selbst und umsonst etwas zusammenstellen oder basteln, für aufwendigere Sachen kann man Kostümverleihe oder Theater ansprechen. In Münster hat sich ein Kostümverleih der guten Sache wegen die Polizeimützen umsonst verliehen, und auch im Theaterfundus darf die AH Münster stöbern gehen.


Was ist zu beachten?

Infostände in der Innenstadt müssen beim städtischen Ordnungsamt beantragt und genehmigt werden (in Münster reicht es aus, den Antrag 2 Wochen vorher zu stellen), auch in den Mensen wird eine Genehmigung vom Studentenwerk gebraucht. (in Münster wird diese von Campus Direkt erteilt).


Resonanz

Die Resonanz des Laufpublikums ist in Münster meistens sehr gut, sie schwankt aber von Thema zu Thema. Die Helfer haben meistens viel Spaß bei den Ständen, da sie sehr abwechslungs- und aufschlussreich sind.


Bei Fragen

Wenn ihr noch mal genauer fragen möchtet, wie das mit den Umfragen funktioniert oder einen Beispielbogen geschickt bekommen möchtet, könnt ihr euch an

Ralf Bolhaar
Hauptamtler der Aidshilfe Münster und Organisator der Infostände
wenden (Madita Lambrecht ist nicht mehr bei der Aidshilfe Münster):
Tel.: 0251/60960-12
Email: bolhaar@aidshilfe.org


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