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Gesicht zeigen Ansätze zur HIV-Prävention |
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Historie
1981
Erstmalig
wird in N.Y., L.A. und San Francisco eine Erkrankung festegestellt, die
scheinbar nur homosexuelle Männer betrifft. Die Patienten litten unter einer
seltenen Art der Lungenentzündung und Parasiten. Blutuntersuchungen zeigten,
dass die Anzahl T-Helferzellen der Patienten von normalerweise 500 bis 1500 pro
µl Blut auf nahe 0 gesunken war. Die Immunabwehr war somit extrem geschwächt.
Bereits 1980 zählte man ca. 80 Fälle und 26 Tote. 1981 waren es 125 Fälle.
1982
Erstmalig
waren nun auch Heterosexuelle von der Krankheit betroffen. Es gab nun
schon 400 Erkrankte und 270 Tote. Wissenschaftler waren sich einig, dass der
Erreger übers Blut und über Spermien übertragen wird. In L.A. & San
Francisco wurden daraufhin Schwulensaunen geschlossen und Homosexuelle wurden
nicht mehr zum Blutspenden zugelassen. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Virus
noch nicht identifiziert, daher gab es auch noch keine spezifischen Tests.
1984
Im
Oktober 1984 wurde das Virus zweifelsfrei identifiziert von Luc Montagnier
& Robert Gallo. Die Krankheit bekam den offiziellen Namen: "AIDS -
Acquired Immune Deficiency Syndrome" ("Erworbenes Immunschwäche-
Syndrom").Bis 1984 waren bereits 4100 erkrankt und 2900 verstorben.
1985
Ein
Testverfahren wurde entwickelt, welches die Antikörper, die das Immunsystem
gegen das Virus bildet, nachweist.
1986
Erstmalig
gab es mit AZT ein Medikament gegen das HIV. Es hemmte jedoch lediglich die
Vermehrung der Viren und wirkte so lebensverlängernd für die Patienten.
1996
Große
Erfolge in der AIDS-Therapie wurden gefeiert: David Ho hatte ein Medikation
entwickelt, die die Viren im Blut der Betroffenenunter die Nachweisgrenze
gesenken konnte. Dies war der Beginn der HAART (Hochaktive antiretrovirale
Therapie).
1998
Forscher
hatten in einer Blutprobe aus dem Kongo von 1959 eindeutige Fragmente des
HIV-1-Virus gefunden. Sie datierten das erstmalige auftreten des Virus auf die
40iger Jahre. Angenommen wird, dass sich damals der SI-Virus, ein Affenvirus,
auf den Menschen übertragen hat.
Heute
In
den letzten Jahren wurden viele neue Wirkstoffe entwickelt, welche Menschen mit
dem Virus in der westlichen Welt die Möglichkeit auf ein langes aber ständig
von Medikamenten abhängiges Leben bietet. Jedoch müssen immer wieder ständig
neue Medikamente entwickelt werden, da die HI-Viren ständig mutieren und
Resistenzen gegen die Medikamente entwickeln. AIDS-Forscher halten zurzeit die
vollständige Entfernung des Virus aus dem Körper für unmöglich. Weiterhin gab
es auch noch keinen Durchbruch bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen den
HI-Virus.
Das HIV-Virus
Das
Virus besteht aus einer äußeren Hülle mit Andockstellen für die Verbindung mit
der Wirtszelle. In seiner Inneren Kapsel befindet sich der Bauplan des Virus
(die RNA). Außerdem besitzt das Virus bestimmte Enzyme (Reverse Transkriptase,
Protease & Integrase), die die Virusvermehrung in der Wirtszelle
organisieren. Das Virus besitzt Andockstellen mit dem Namen gp120
(Glycoprotein), welche perfekt an das CD4 Protein einer menschlichen Zelle
andocken können, da sie die gleichen Erkennungsmerkmale besitzen. Da besonders
die menschlichen Abwehrzellen (z.B. T-Helferzellen) CD4 Proteine besitzen,
sind besonders diese Zellen betroffen. Somit zerstört HIV die Verteidigung des
menschlichen Körpers gegen HIV. Nachdem das Virus an der Wirtszelle angedockt
hat, wird es in der Zelle aufgenommen & die Virushülle löst sich auf. Nun
ist die Erbinformation des Virus in der Zelle. Das Virus verwendet nun die
Zelle zur Verbreitung seiner Erbinformation. Hierzu verwandelt das Enzym
Reverse Transkriptase die Erbinformation der RNA (HIV) in die der DNA. Nachdem
die neue Erbinformation durch das Enzym Integrase in der Wirtszelle eingebaut
worden ist, nutzt das Virus nun die Zellmaschinerie zur Produktion von
Virusproteinen. Die neuen Proteine werden durch das Enzym Protease nun
"zurechtgeschnitten". Nun wird die Wirtszelle abgeschnürt und neue
Zellen können infiziert werden.
Die Phasen einer HIV Infektion
1.
Die primäre oder akute HIV-Infektion
Die
ersten Anzeichen einer Infektion ähneln oft einer Grippe mit Fieber,
allgemeiner Abgeschlagenheit, Lymphknotenschwellungen, Nachtscheiß,
Appetitverlust & Hautausschlag. Symptome treten einige Tage/Wochen nach der
Ansteckung auf und können bis zu 14 Tage anhalten. In dieser Phase vermehrt
sich das Virus explosionsartig. In diesem Stadium kann ein Sexualpartner
besonders leicht infiziert werden. Gleichzeitig gibt es einen kurzfristigen
Abfall der CD4-Helferzellen.
2.
Die Latenzphase
Nach
weinigen Wochen gewinnt das Immunsystem wieder die Oberhand über die Viren. Die
Virenlast sinkt und es gibt keine weiteren spürbaren Symptome in dieser Phase.
Diese Phase kann mehrere Jahre dauern, jedoch verringert sich immer mehr die
Zahl der CD4-Helferzellen & die Viruslast steigt an. Das Immunsystem wird
nun immer schwächer & kann sich gegen harmlose Krankheitserreger nicht mehr
wehren.
3.
Das AIDS-Stadium
Mit
dieser "opportunistischen Infektion" beginnt nun das AIDS-Stadium.
Bakterien, Pilze & Viren können sich nun ungehindert in dem Erkrankten
ausbreiten. Wenn heute die Infektion mit dem HI-Virus frühzeitig erkannt wird,
kann durch eine streng Medikamentöse Behandlung das AIDS-Stadium viele Jahre
verzögert werden.
HIV - Tests
Der
Antikörpernachweis
Das
menschliche Immunsystem bildet gegen viele Bestandteile des HI-Virus
Antikörper. Diese werden meist innerhalb von 3 bis 12 Wochen nach der Infektion
gebildet. Bei Infektion sind:
1.
nach 6 Wochen nach der Übertragen in ca. 80% der Fälle Antikörper nachweisbar
2.
nach 8 Wochen mit ca. 95% Wahrscheinlichkeit AK nachweisbar
3.
nach 12 Wochen mit ca. 100% Wahrscheinlichkeit AK nachweisbar
Ein
1. Test sollte ca. 6 Wochen nach der möglichen Infektion durchgeführt werden
& nach weiteren 6 Wochen noch einmal wiederholt werden. Zunächst wird meist
ein ELISA-Test durchgeführt. In Europa zugelassene Tests weisen HIV-1, HIV-2
sowie alle Subtypen nach. Der Test ist sehr empfindlich, daher kommt es ab und
an zu einem falschen Alarm. Daher muss nach einem positiven Ergebnis ein weiter
Test durchgeführt werden. Hier wird der sogenannte Western-Blot angewendet.
Der
direkte Virusnachweis
Ein
direkter Virusnachweis ist durch eine Polyerasekettenreaktion (PCR - polymerase
chain reaction) möglich. Hier werden Teile des HIV-Erbgutes vervielfältigt
& sichtbar gemacht.
Schnelltests
Mittlerweile
wurden bereits Schnelltest entwickelt, die innerhalb weniger Minuten ein
Ergebnis liefern. Jedoch sind diese nicht wirklich zuverlässig. Außerdem sollte
ein HIV-Test immer mit einer Beratung einhergehen.
Quellen:
www.unaids.org